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Reparaturarbeiten und Sanierung

Die Sanierung von Altbaudächern oder deren erstmaliger Ausbau erfordert ein hohes Maß an baufachlichen und bauphysikalischen Kenntnissen. Anders als bei Neubauten müssen die Dämmmaßnahmen auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmt werden. Das vor-beschriebene Universaldach ist nur möglich, wenn

  • die Dacheindeckung erneuert wird und
  • in einer Reihenbebauung die dadurch entstehende größere Höhe der Dacheindeckung (3–4 cm) durch die höheren Giebelwände der angrenzen den Gebäude aufgefangen werden kann oder durch konstruktive Maßnahmen die neue Dachfläche mit den angrenzenden Dachflächen in einer Ebene verbleibt.

Falls das Universaldach nicht eingebaut werden kann, müssen Sie darauf achten, dass der eingebaute Dämmstoff keinen Kontakt mit den Dachziegeln hat. Es empfiehlt sich der Einbau einer diffusionsoffenen Unterspannbahn oder eines Unterdaches aus bituminierten Holzfaserplatten zwischen den Sparren, um diesen Kontakt zu verhindern. Mit dieser Maßnahme erreichen Sie die konstruktive Nähe des Universaldaches. Sowohl die Unterspannbahn als auch die bituminierte Holzfaserplatte müssen in der Mitte des Sparrenfeldes über eine unter die vorhandenen Dachlatten genagelte Abstandslatte von ca. 4–6 cm Höhe bogenförmig gespannt werden, damit eingetriebenes Regenwasser oder Neuschnee hinter den Dachlatten abfließen kann.

Nach der seit 1.1.95 geltenden Wärmeschutzverordnung können sich Dämmstoffdicken bis zu 22 cm ergeben. Es ist dann erforderlich, mindestens 4 cm Dämmstoff raumseitig unter den Sparren durchzuführen, damit eine gleichmäßige Dämmung über die gesamte Dachfläche gewährleistet ist. Die Sparren wirken sonst als Wärmebrücken. Durch entsprechende Lattenunterkonstruktionen oder Verwendung von 4 cm dicken, weichen Holzfaserplatten ist diese Konstruktion leicht zu lösen.